Vergütungsstahldraht

Vergütungsstahldraht gemäß DIN EN 10263-4

Medium und weich Stähle, mittel- und niedriggekohlte Stähle können vergütet werden.

Anwendungsbereich von Vergütungsstahldraht: Befestigungssysteme

EN 10263.4

Auf Basis kundenindividueller Vereinbarungen können abweichend vom Standard vielfältige, auf den jeweiligen Anwendungsfall, Sonderchemische Analyse und mechanische Eigenschaften vereinbart werden.

Vergütungsstahl-(Draht) ist Stahl der durch Vergüten (Härten und Anlassen) hohe Zug- und Dauerfestigkeit. Die Zähigkeit wird bestimmt durch das Verhältnis von Härte (abhängig von Material, gewählter Härtetemperatur und gewählter Abschreckgeschwindigkeit) und Temperatur des folgenden Anlassvorganges. Es handelt sich um eine Umwandlungshärtung in der gezielt auf das Verhältnis von Festigkeit zu Zähigkeit Einfluss genommen wird.

Der Kohlenstoffgehalt liegt etwa zwischen 0,2 und 0,65 %. Die unterschiedlichen Legierungsgehalte von Chrom, Mangan, Molybdän und Nickel werden sehr exakt auf den jeweiligen Verwendungszweck abgestimmt und haben besonderen Einfluss bei größeren Querschnitten. Die Härtbarkeit von Stählen wird unter anderem mit dem Stirnabschreckversuch nach Jominy ermittelt.

Vergütungsstähle (ohne Bor und Borlegierte); siehe EN 10263-4.

Man verwendet Vergütungsstahl für Kurbelwellen, Achsen, Wellen, Pleuelstangen, Bolzen, Schrauben und andere Konstruktionsteile höherer Festigkeit, wie zum Beispiel Flugzeugfahrwerke (Zugfestigkeiten bis zu 2000 MPa).

Hinsichtlich der Schweißeignung von Vergütungsstählen ist zu beachten, dass infolge des Kohlenstoffgehaltes mit örtlicher Aufhärtung in der Schweißzone gerechnet werden muss. Daher muss meist vor- und nachgewärmt werden.